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Malteser Besigheim

2016

Erfolgreicher Tag für Retter auf vier Pfoten

Oskar, nochmal Oskar und Murphy heißen die tierischen Helden: die drei sind geprüfte Rettungshunde. Am vergangenen Wochenende zeigten sie, wie schnell und sicher sie „vermisste“ Personen auffinden.

Alexandra Schüssel von den Malteser Besigheim hat mit dem sieben Jahre alten Labrador Oskar zum vierten Mal in Folge die Prüfung bestanden. Auch Michaela Bannier aus Bad Wimpfen schaffte mit ihrem achtjährigen Schäferhund-Border Collie-Mix Murphy problemlos die Prüfung.   

Anja Bräger war mit ihrem Australian Sheperd Oskar aus Rosenheim angereist. Der vier Jahre alte Hund absolvierte zum zweiten Mal erfolgreich die Prüfung zum Flächensuchhund.  Zwei weitere Teams fielen wegen individueller Fehler durch. Sie müssen nochmal an Feinheiten arbeiten und haben im Frühjahr wieder die Möglichkeit, sich erneut prüfen zu lassen.

Bei der Prüfung zum Flächenhund ist es keine Schande und auch keine Seltenheit, durchzufallen. Denn die Prüfung hat es in sich, sowohl für Mensch als auch Hund.

Alle Prüflinge müssen erst einmal in die Theorieprüfung: Hier werden Fragen zur Ersten Hilfe und Kartenkunde abgefragt – absolut wichtiges Wissen im Ernstfall. Denn ein Hundeführer muss sich im Wald und unwegsamen Gelände zurecht finden – und eine vermisste Person medizinisch versorgen können.

Nach der Theorie dann die Praxis: hier stehen Gehorsam und die Führigkeit des Hundes im Fokus der Prüfer. Wie gut horcht der Hund auf den Menschen? Der wichtigste Test dann im Wald: die Suche nach zwei versteckten Personen. Innerhalb von 20 Minuten müssen die Hunde die Personen finden und mit lautem Bellen anzeigen. Die Teams um die zwei Oskars und Murphy haben bewiesen, dass sowohl Hund als auch Hundeführerin gut ausgebildet sind und im Ernstfall vermisste Personen finden und retten können.

Malteser Besigheim haben größte Mantrailer-Staffel


 Im Oktober traten in Besigheim 6 Hunde-Teams der Malteser-Rettungshundestaffel Neckar-Enz an zwei Tagen zur Man-Trailer-Prüfung an. Ein Team trat zur Wiederholungs-Prüfung nach 24 Monaten und 5 Teams zur Erstprüfung an.

 

Man-Trailer kommen immer dann zum Einsatz, wenn bei der Suche nach vermissten Personen der Einsatz von Flächenhunden nicht möglich ist. Dies ist zB innerorts meist der Fall. Schon seit langem hatten sich die Hundeführer unter der Leitung von Ausbilderin Ulrike Springob auf die Prüfung vorbereitet. Unter den kritischen Augen von 2 externen Prüfern  wollten sie nun ihr Können beweisen.

 

Die Prüfung begann mit einem sogenannten Negativ-Ansatz bzw. mit einem Kurz-Trail. Hier muss der Hundeführer eine Aussage darüber treffen, ob sich die gesuchte Person an einem bestimmten Ort aufgehalten hat oder sich nach kurzer Strecke zum Beispiel in ein Fahrzeug begeben hat. Der Hund bekommt dazu einen Geruchsträger aus dem Gebrauch der gesuchten Person.

 

Im Hauptteil der Prüfung  mussten die Hunde-Teams eine mehrere Stunden alte Spur einer fremden Person über fast 2 Kilometer verfolgen und die Person auffinden. Diese Spur ging sowohl durch Wohnbebauung als auch durch freies Feld.

 

Am Ende der Prüfung konnten sich 5 Teams über ihren Erfolg freuen und aus der Hand von Prüfungsleiter Helmut Fellner die Urkunde nebst Einsatz-Plakette in Empfang nehmen. Neben Ulrike Springob mit Missy, die ihre Wiederholungsprüfung ablegte, waren Maren Rohwer mit Stella, Jenny Gielow mit Rosi, Ulrike Springob mit Branca und vom 2.Zug Thomas Langhans mit Kosyma als Erstprüflinge erfolgreich.

Das 6. vorgestellte Team hatte trotz sehr guter Leistungen in der Vorbereitung einen rabenschwarzen Tag erwischt.

 

Die Rettungshundestaffel Neckar-Enz verfügt zurzeit zusammen mit einem im Sommer geprüften Hund über 6 geprüfte Man-Trailer-Teams und ist damit die Staffel mit den meisten geprüften Trailern in Nord-Württemberg. Die Staffel kommt auf Anforderung im ganzen Bundesland zum Einsatz.

 

Besonders zu erwähnen ist sicher die 12-jährige Labrador-Hündin Missy mit Hundeführerin Ulrike Springob. Die beiden können bereits mehrere Hundert Einsätze verbuchen. So konnte Missy  auch eine Frau in lebensbedrohter Lage auffinden und ihr das leben retten. Nach Ablauf der neuen bestandenen Prüfung wird Missy in den sicher wohlverdienten Ruhestand gehen.

 

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Ausbilder drücken die "Schulbank"

Rettungshundeausbilder und Eignungstestbewerterfortbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart

 Am Sonntag, den 12.06.2016, fand eine zentrale Fortbildung für die Rettungshunde-Eignungstest-Bewerter und Rettungshundeausbilder der Rettungshundestaffeln der Diözese Rottenburg Stuttgart statt.

Zum ersten Mal waren dieses Jahr aus allen 9 Rettungshundestaffeln der Diözese Rottenburg-Stuttgart Vertreter angereist. Zusätzlich nahmen auch Mitglieder zweier Rettungshundestaffeln der Erzdiözese Freiburg an der Veranstaltung teil. So trafen sich insgesamt 30 Personen am Sonntag um 10 Uhr in Rottenburg am Neckar, um sich vom eingeladenen Referenten Falko Müller über das Thema „Bindung“ weiterbilden zu lassen. Kurzweilig und mit vielen praktischen Beispielen geschmückt konnte Falko Müller den Teilnehmern verschiedene Aspekte der Mensch-Hund-Bindung näherbringen. Am Schluss wurden einige der im Vortrag aufgezeigten theoretischen Inhalte auch gleich in der Praxis im Außenbereich erprobt. Dass das Thema im Alltag der Rettungshundeausbilder und Eignungstest-Bewerter eine große Rolle spielt, konnte man an den zahlreichen Beiträgen und Diskussionen der Teilnehmer erkennen. So konnten gegen 16 Uhr am Ende des eines lehrreichen Tages alle Beteiligten neue Denkanstöße und Ideen für die Arbeit in ihren Rettungshundestaffeln mit nach Hause nehmen. Zu guter Letzt diente die Veranstaltung auch wieder dem aktiven Austausch der Rettungshundestaffeln untereinander. Es waren sich alle einig, dass solch eine Veranstaltung in dieser Form gerne wiederholt werden darf. Ein großer Dank gilt Gudrun Kaiser, welche die gesamte Organisation dieser Veranstaltung übernommen hat.

Erfolgreicher Eignungstest

Mitte Mai richtete die Malteser Rettungshundestaffel Neckar-Enz der Stadtgliederung Besigheim einen Eignungstest für neue Rettungshunde-Teams auf dem Übungsgelände in Sachsenheim am Eichwald aus. Zu dem Test waren an diesem frühen Morgen Hundeteams aus den Staffeln Neckar-Enz (erster und zweiter Zug), Schw.-Gmünd, Esslingen-Reutlingen sowie der Staffel Wiesental angetreten.

Der Rettungshunde-Eignungstest ist für alle Teams der offizielle Einstieg in die Ausbildung zum geprüften Rettungshund. Getestet wird jedes Team auf die harmonische Zusammenarbeit von Hund und Mensch sowie das Verhalten der Hunde gegen Menschen und Artgenossen. Wichtig sind auch das Verhalten bei ungewohnten Geräuschen und optischen Einflüssen sowie der Spieltrieb.


Abgenommen wurde der Test von den Bewertern Ulrike und Franjo Springob von den Maltesern Besigheim. Besonders achteten die beiden auf mögliches Aggressionsverhalten der Hunde, was zum sofortigen Ausschluss geführt hätte. Vielen Hundeführern konnten die Bewerter Tipps für die Zukunft geben.

Nach sieben anstrengenden Test-Stunden hatten die Teilnehmer es geschafft. Allen angetretenen Hunde-Teams konnten gute bis sehr gute Leistungen bescheinigt werden. Sie erhielten aus der Hand der Test-Leiterin Nicole Beyer ihre Urkunden und viele gute Wünsche für ihre Zukunft als Rettungshundeführer.

Weitere Informationen

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