Navigation
Malteser Besigheim

2015

Zwei neu geprüfte Rettungshundeteams

Michael Mizo und Ulrike Springob mit Oskar und Branca.

Sachsenheim - Zwei Teams der Malteser Rettungshundestaffel Neckar-Enz haben es geschafft: Ulrike Springob mit ihrer Labradorhündin Branca und Michael Mizo mit Labrador Oskar haben die Prüfung zum Flächensuchhund bestanden.  Bevor die beiden Hundeführer sich geprüftes Rettungshundeteam nennen durften, mussten sie verschiedene Prüfungselemente absolvieren. Zuerst mussten sie den Theorieteil bestehen und Fragen zu  Sprechfunk, Einsatzkunde und Erste Hilfe an Mensch und Hund beantworten. Als nächstes folgte der praktische Teil: Hier mussten Branca und Oskar ihren Gehorsam unter Beweis stellen. Wichtig ist bei der so genannten Unterordnung, dass die Hunde folgsam und schnell auf Kommandos wie „Sitz“ und „Platz“ hören. Beide Hunde schafften diesen Prüfungsteil und waren somit für das wichtigste und letzte Prüfungselement zugelassen: bei der Suche im Sachsenheimer Eichwald hatte jedes Hunde-Mensch-Team 20 Minuten Zeit, um zwei versteckte Personen wieder aufzufinden.   Team Springob/ Branca brauchte gerade mal 30 Sekunden, da hatte der Hund die erste Person aufgestöbert und mit lautem Bellen vermeldet.  Die zweite versteckte Person fand die schwarze Labradorhündin nach weiteren 2 Minuten. Hundeführerin Springob musste in beiden Fällen erste Hilfe Maßnahmen an der „verletzten“ Person demonstrieren. Auch das Team Mizo / Oskar brauchte nur eine beziehungsweise zwei Minuten, um die Versteckperson aufzufinden und sie medizinisch zu versorgen. Damit hatten beide Teams die Prüfung souverän bestanden. Stellvertretender Staffelleiter Michael Mizo darf sich mit Labrador Oskar zum ersten Mal geprüftes Rettungshundeteam nennen.

Die Rettungshundeprüfung wurde von der Malteser Rettungshundestaffel Neckar Enz aus Besigheim auf dem Sachsenheimer Hundeplatz ausgerichtet. Es traten insgesamt 6 Teams unter den kritischen Augen der unabhängigen Prüfer von Klaus Röper (Malteser Rottenburg/Stuttgart) und Stefan Borgolte (ASB Münster) an.

DLRG und Malteser üben gemeinsam für den Ernstfall – Ausbildungsstandort in Gefahr

Remseck/ Sachsenheim - Beide Organisationen retten Menschen das Leben, wobei die eine sich auf dem Wasser wohler fühlt und die andere lieber auf dem festen Boden bleibt. Um aber für jeden Notfall gerüstet zu sein, haben sich die Malteser Rettungshundestaffel Neckar-Enz und die DLRG Ludwigsburg-Remseck zu einer gemeinsamen Übung am Neckar am Remsecker Schießtal getroffen. Dabei bekam die Rettungshundestaffel bei heißem Wetter einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit der Wasserrettungsorganisation. DLRG-Einsatzleiter Steffen Kempter erläuterte mit einer interessanten und humorvollen Einführung den Maltesern viel Wissenswertes über die Arbeit und die Einsätze der Ortsgruppe.   

Nach der Theorie folgte der praktische Teil, was naturgemäß besonders die Hunde spannend fanden – eine Badeeinheit war aber vorerst noch nicht gestattet. Jeder Hundeführer durfte mit seinem Hund auf einem DLRG-Einsatzboot eine Probefahrt machen. Aus Sicherheitsgründen mussten nicht nur die Menschen, sondern auch die Hunde spezielle Schwimmwesten anziehen. Ausgerüstet mit diesen Westen durften die Hunde dann ins Wasser und eine kleine Runde im Neckar drehen. Für die Tiere kann das ungewohnte Schwimmen mit einer Weste in der Realität große Bedeutung haben, falls es für die Rettungshunde statt über Land auch mal über Wasser bei der Suche nach Vermissten gehen sollte.

Um auch weiterhin optimal auf Einsätze optimal vorbereitet sein zu können, benötigt die Staffel einen geeigneten Übungsplatz. Bisher trainieren die Malteser regelmäßig auf dem Hundeplatz des bereits seit Monaten insolventen Sachsenheimer Schäferhundevereins. Solange das Insolvenzverfahren läuft, kann die Staffel noch auf dem Rasenplatz neben dem Eichwald trainieren. Doch was danach geschieht, ist mehr als ungewiss. Die Staffel sucht deswegen dringend einen neuen Trainingsplatz, der idealerweise eingezäunt ist, über einen Stromanschluss verfügt und sich in der Nähe von Besigheim findet. Wer über einen solchen oder ähnlichen Platz verfügt, wird gebeten, sich mit den Besigheimer Maltesern in Verbindung zu setzen. 

Neu geprüftes Rettungshunde-Team

 

Großsachsenheim  Eine sehr wichtige Rettungshundeprüfung stand Ende April am Sachsenheimer Hundeplatz an.  Sieben Teams der Malteser Rettungshundestaffel Neckar-Enz hatten sich wochenlang und intensiv auf diesen großen Tag vorbereitet. Auch vier Gästeteams der Malteser Rosenheim waren zur Prüfung angereist. Zunächst stand am frühen Morgen ein schriftlicher Teil an, bei dem verschiedene Fragen zu Kartenarbeit, Einsatztaktik und Erste Hilfe zu lösen waren. Alle Teilnehmer bestanden diesen Part und mussten fortan ihre praktischen Fähigkeiten zeigen. Unter den kritischen Augen der Prüfer Klaus Röper (Malteser Rottenburg/Stuttgart) und  Stefan Borgolte (ASB Münster) mussten die Hunde beim so genannten Verweistest eine am Boden liegende Person mittels Bellen zuverlässig anzeigen. Leider scheiterte bereits hier Alexandra Schüssel mit ihrem Australian Shepherd Curtis. Mit ihrem zweiten Hund, dem Labrador Oskar, gab es hingegen keine Probleme. Bis auf ein Team der Malteser Rosenheim schafften es alle in die nächste Runde, dem Gehorsamsteil. Hier musste der Hund eng am Hundeführer bleiben und verschiedene Kommandos umsetzen. In diesem Teil erwischte das Team Tanja Kollar/Akira einen schlechten Tag. Der junge Schäferhund-Husky-Mix war bei seiner allerersten Prüfung zu unaufmerksam und gehorchte nicht auf alle Kommandos, sodass für das Team hier Schluss war.

Danach stand dann der wichtigste Teil auf dem Programm:  Die Flächensuche im Wald. In einem zuvor abgegrenzten Suchgebiet im Eichwald wurden zwei Personen versteckt, die die Hunde innerhalb von 20 Minuten finden mussten.  Entgegen aller Erwartungen scheiterte die sehr erfahrene Hundeführerin Ulrike Springob mit ihrer bereits vor anderthalb  Jahren erfolgreich geprüften Branca. Die Labrador-Hündin fand zwar beide Versteckpersonen, bellte aber nur bei der ersten. Da sie die zweite Person nicht anzeigte,  bestand sie die Prüfung dieses Mal nicht. Auch bei Ulla Hemzal-Schläfke mit Robin und Michael Mizo mit Noah, der zum ersten Mal zu einer Prüfung antrat, war die Suche erfolglos. Viel besser lief es dagegen bei  Alexandra Schüssel: Sie und ihr einsatzerfahrener Labrador Oskar zeigten wie gewohnt eine souveräne Leistung und bestanden zum dritten Mal hintereinander die Rettungshundeprüfung.  „Ich bin sehr glücklich und stolz auf meinen Hund, dass wir es wieder geschafft haben“, sagte die sichtlich erleichterte Hundeführerin.  Ein weiterer Lichtblick für die Staffel: Zum ersten Mal waren Mirjam Haamann und ihr Hund Nemo zu einer Prüfung angetreten. Der Terrier-Schäferhund-Mix zeigte eine stabile Leistung sowohl beim Gehorsam als auch bei der Suche im Wald und wurde somit mit der begehrten Rettungshunde-Plakette ausgezeichnet. „Er hat es wirklich toll gemacht“, freute sich Haamann über die Leistung ihres Hundes. Die übrig gebliebenen drei Teams aus Rosenheim durften sich ebenfalls freuen: Auch sie hatten alle die Prüfung bestanden.

uHundHJ

 

 

Franjo Springob, Staffelführer der Rettungshundestaffel Neckar-Enz,  war mit den Ergebnissen seiner Kameraden nicht zufrieden. „Natürlich ist es für uns als Staffel schlecht, so wenig geprüfte Hunde zu haben. Dennoch bin ich guter Dinge, dass unsere Ausbilder die Problemen und Schwächen anpacken und die nächste Prüfung besser laufen wird.“ So soll in Zukunft beim Training noch mehr darauf geachtet werden, die Hunde mit Spielen und Futter richtig zu motivieren und dafür zu sorgen, eine engere Bindung zu Versteckpersonen aufzubauen.


Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE11370601931201219600  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7