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Malteser Besigheim

2013

Jahresausklang mit der Rettungshundestaffel

Die Malteser Rettungshundestaffel Neckar-Enz hat am 31. Dezember 2013 einen Essensstand an der ehemaligen Saatschule in Besigheim am Husarenhof angeboten. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde Erbseneintopf, Brühwurst, Glühwein und Kinderpunsch verkauft. Das kulinarische Angebot wurde sehr gut angenommen. Gut gestärkt konnten die Besucher dem neuen Jahr entgegenfeiern.

Rettungshundestaffel blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Jahreshauptversammlung der Malteser Besigheim - Herausforderungen stehen an

Besigheim - Am 13. Dezember fand die Jahreshauptversammlung der Malteser Besigheim statt. Im Martinshaus begrüßte Rettungshunde-Staffelführer und Stadtbeauftragter Franjo Springob nicht nur zahlreiche Mitglieder, sondern auch den Geschäftsführer der Diözese Rottenburg-Stuttgart Klaus Weber sowie den stellvertretenden Bürgermeister Adolf Eisenmann.

Springob ließ die vergangenen Jahre umfassend Revue passieren. „Wir haben versucht, uns in Besigheim einen Platz zu erkämpfen. Dies ist uns gut gelungen. Wir haben ein gutes Verhältnis zu den anderen Vereinen der Stadt“, bilanzierte Springob. Er hob besonders hervor, dass die Staffel neben der Rettungshundearbeit sich im Sanitätsdienst ein zweites Standbein geschaffen hat. So betreut die Staffel unter anderem Schüler- und Jugend-Eishockeymannschaften der Bietigheimer Steelers und ist auch auf verschiedenen kulturellen Veranstaltungen vertreten. Zudem habe die Staffel kräftig in Ausrüstung investiert und sei so in der Lage, auch größere Einsätze mit vielen Einsatzkräften zu stemmen. In Zukunft sollen nicht nur aktive Mitglieder, sondern besonders auch passive Mitglieder geworben werden. „Nur über die Mitgliederbeiträge bekommen wir die finanziellen Mittel, die wir als ehrenamtliche Staffel dringend benötigen“, sagte Springob. Er dankte Diözesan-Geschäftsführer Klaus Weber, der es ermöglicht habe, der Staffel ab Januar ein neues Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Der gebrauchte Mannschaftstransportwagen müsse aber allerdings erst noch mit Funk, Blaulicht und vielem weiterem ausgerüstet werden. „Da kommen auf die Staffel noch viel Arbeit und einige finanzielle Investitionen zu“, kündigte Springob an.

Der Staffelführer sprach zudem die Zusammenarbeit mit der Rettungshundestaffel des DRK Ludwigsburg an: Erst in den vergangenen Monaten habe sich das Verhältnis nach intensiven und guten Gesprächen verbessert. So sollen nach Inbetriebnahme der integrierten Leitstelle in Ludwigsburg zum Jahreswechsel beide Staffeln im Einsatzfall gleichzeitig alarmiert werden. Lange Zeit sei die Malteser Staffel nur sporadisch alarmiert worden. Ein weiterer Schritt zur besseren Zusammenarbeit der Staffeln sei ein gemeinsames Jahresabschlussgrillen Ende Dezember. „So ein Treffen wäre vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen“, erklärte Springob. Der stellvertretende Besigheimer Bürgermeister Adolf Eisenmann begrüßte diese Entwicklung: „Zwischen Organisationen gibt es leider oft Berührungsängste. Mit gemeinsamen Aktionen kann man diese überwinden.“ Er lobte die Staffel als „kleine, aber sehr spezielle und wichtige Einsatztruppe“ und wünschte ihr für die Zukunft alles Gute. Auch Diözesan-Geschäftsführer Klaus Weber freute sich über die guten Fortschritte, die die Staffel in jüngster Zeit gemacht hat. Weber hatte einige Urkunden und Plaketten im Gepäck: So wurden Petra Wöhrle, Janet Lutz, Miriam Meschonat, Ulrike Springob und Franjo Springob mit der Malteserplakette in Bronze geehrt für über fünf Jahre Arbeit bei den Maltesern.

Zum Schluss berichtete noch Ausbilderin und stellvertretende Staffelführerin Janet Lutz über ihre Arbeit. Momentan gebe es insgesamt 22 aktive Mitglieder. 16 Hunde befinden sich in der Ausbildung, drei Hunde sind geprüft und für Einsätze zugelassen. Das sind Alexandra Schüssel mit Labrador Oskar sowie Ulrike Springob mit Labrador-Dame Branka. Beide Teams haben im November dieses Jahres in Rosenheim die Flächenprüfung bestanden. Ulrike Springob hat zudem mit ihrer Hündin Missy auch die Mantrailer-Prüfung bestanden. Sieben Einsätze konnte die Staffel dieses Jahr insgesamt verbuchen, zwei davon waren erfolgreich: Sowohl Oskar als auch Missy konnten jeweils eine Person lebend finden und retten. „Unser Ziel ist es, dass wir in den kommenden Jahren noch mehr Hundeteams erfolgreich ausbilden, um noch mehr Menschenleben retten zu können“, sagte Janet Lutz. Die Hauptversammlung ließ die Staffel mit einer anschließenden gemütlichen Weihnachtsfeier ausklingen.

Rettungshundestaffel rüstet sich für die Zukunft

Zwei Flächensuchhunde bestehen Prüfung – Nachwuchshunde absolvieren erfolgreich Eignungstest

Am 9. November war die Malteser Rettungshundestaffel  Neckar-Enz in  Rosenheim zu Gast. Hier fand die Prüfung für  Flächensuchhunde statt. Wochenlang vorbereitet von der Ausbilderin Janet Lutz und Staffelführer Franjo Springob waren die vier Teams guter Dinge, die Prüfung zu bestehen. Nachdem der theoretische Teil erfolgreich gemeistert wurde,  mussten alle Hunde bei der der Gehorsamsübung ihr Können zeigen. Leider erwischten die Teams einen schlechten Tag und zeigten keine guten Leistungen. Der wichtigste Teil der Prüfung folgte im Anschluss: Die Flächensuche im Wald. In einem zuvor abgegrenzten Suchgebiet wurden zwei Personen versteckt, die die Hunde innerhalb von 20 Minuten finden mussten.  Alexandra Schüssel und Labrador Oskar meisterten diese Prüfung binnen weniger Minuten. Auch Ulrike Springob mit ihrer Labrador-Hündin Branca „retteten“ beide Versteckpersonen. Keinen Erfolg hatte Ulla Hemzal-Schläfke mit ihrem Labrador Merlin. Dieser fand zwar beide Personen, zeigte die zweite Person aber nicht durch Verbellen an. Auch Moritz Häcker hatte mit Collie Bandit kein Glück: Der Hund kam nicht ins Suchen, so wurde die Suche von den Prüfern abgebrochen. „Für mich war es eine wichtige Erfahrung. Nun weiß ich, wie eine Prüfung abläuft und sich anfühlt“, sagte Häcker, der mit seinen 16 Jahren ohnehin noch nicht in einen Einsatz gehen darf und erst einmal Prüfungsluft schnuppern wollte. Auch Ulla Hemzal-Schläfke steckt den Kopf nicht in den Sand:  „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen und ich bin mir sicher, dass wir die nächste Prüfung bestehen werden.“

Bereits im September sind acht Hunde der Rettungshundestaffel  Neckar-Enz zum obligatorischen  Eignungstest angetreten. Auf dem Übungsplatz am Sachsenheimer Eichwald  musste der Nachwuchs mehrere Aufgaben bewältigen. Bei einem Spielkreis wurde getestet, wie die Hunde  auf Menschen beim Spielen, Füttern und Zurufen reagieren. Danach  absolvierte jedes Team einen Parcours.  Hier sollte der Hund zeigen, dass er beispielsweise keine Angst vor Feuer, lauten Geräuschen und fremden Menschen  hat.  Außerdem  musste jeder Hund eine Bohle überqueren und durch eine Röhre kriechen. Zum Abschluss gab es noch eine Anzeige-Übung. Hier sollte der Hund seinen Halter in seinem Versteck durch Bellen oder Scharren anzeigen.  Alle Teams bestanden den Eignungstest und so können alle Hunde weiter zum Rettungshund ausgebildet werden. Die Teams waren:  Nicole Beyer mit Schäferhund-Husky Mix Akira, Alexandra Schüssel mit dem Australian Shepherd Jacko,  Janet Lutz mit Border Collie Xino, Ulla Hemzal-Schläfke mit Australian Shepherd Robin, Michael Mizo mit Labrador Noah, Nadine Kaag mit Mischling Dora sowie Tanja und Sabrina Siegel mit ihren Australian Shepherds Benshee und Gismo.

Staffel rettet zwei Vermissten das Leben

All das harte Training hat sich gelohnt: Die Malteser Rettungshundestaffel Neckar-Enz konnte in letzter Zeit zwei höchst erfolgreiche Einsätze verbuchen.

Ende April wurde ein 76-jähriger Mann vermisst, der wegen einer Kopfverletzung in einer Gerlinger Klinik stationär behandelt wurde. Der Mann entfernte sich abends unbemerkt von der Klinik. Der desorientierte Mann wurde von der Polizei und anderen Hundestaffeln in der näheren Umgebung der Klinik erfolglos gesucht. Kurz vor Mitternacht wurde die Rettungshundestaffel Neckar-Enz nachalarmiert. Als sie am Einsatzort an der Gerlinger Klinik eintraf, ging es auch bald mit einer ersten Suche los. Diese verlief erfolglos. Bei der zweiten Suche dauerte es keine zehn Minuten, ehe der routinierte Flächensuchhund Oskar in einem kleinen Waldstück fündig wurde und den vermissten Mann mit lauten Bellen anzeigte. Der Patient war wohlauf und wurde von weiteren Einsatzkräften gerettet und in die Klinik zur weiteren Versorgung gebracht.

Den zweiten erfolgreichen  Einsatz hatte die Staffel Anfang Juni in Mosbach. Hier wurde eine 64-jährige Frau vermisst, die in einem Pflegeheim untergebracht war. Die Frau verließ nachmittags das Heim, kehrte aber nicht mehr zurück. Mitten in der Nacht wurde die Rettungshundestaffel Neckar-Enz angefordert. Nach der Ankunft am Einsatzort und einer Lagebesprechung ging das Team in die Suche. Und Mantrailer Missy war sofort auf der richtigen Fährte: Es dauerte nur fünf Minuten, bis die Labradordame die vermisste Person unweit des Pflegeheims auffand. Die Frau war unverletzt und wurde schnell vom Pflegepersonal des Heims versorgt.

Die Rettungshundestaffel ist sehr stolz, dass diese zwei Personen schnell und lebend gerettet werden konnten. Die Erfolge haben gezeigt, dass in der Staffel gute Arbeit geleistet wird. Auch in Zukunft sind alle Staffelmitglieder mit Eifer dabei, sich und ihre Hunde weiter zu entwickeln.

Weitere Informationen

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